Januar

Finger weg vom Volk. Ab Mitte Januar beginnt die Königin mit der Eiablage. Das Volk muss nun kräftig heizen und hält die Temperatur im Brutnest unabhänig von der Stocktemperatur konstant zwischen 33°C und 36°C. Wenn man den Deckel kurz anhebt, sieht man deutlich Kondenswasser unter der Folie. Ideal wäre, wenn man die Varroaproblematik betrachtet, ein viel späterer Brutbeginn. Aber leider haben wir hier in Bad Camberg schon seit Jahren keine strengen Winter mehr, höchstens Spätwintereinbrüche Ende Februar mit anhaltendem Frost sind üblich. In den zurückliegenden Jahren fingen die Bienen bei uns immer im Januar zu brüten an. Um den Brutbeginn aber so weit wie möglich nach hinten hinauszuschieben lasse ich den Boden im Januar offen.

Februar

Jetzt stehen die allerersten Arbeiten des Jahres an.

Mitte bis Ende Februar wird der Boden geschlossen und bleibt je nach Witterung bis April zu. Die Völker brüten nun alle und ich versuche mit dem geschlossenen Boden das Volk wärmer zu halten. Das hat den Vorteil, dass weniger Futter verbraucht wird, das jetzt im Februar langsam zur Neige geht. Ein Nachteil ist leider die starke Kondenswasserbildung. Mitunter bildet sich auf dem restlichen Winterfutter Schimmel, da der Boden komplett verschlossen und das Flugloch nur wenige cm geöffnet ist. Das Kondenswasser wird aber auch von den Bienen zum Anlösen des festgewordenen Winterfutters genutzt. Eine Bodenplatte, die nicht komplett abschließt, wäre ein denkbarer Mittelweg.

© 2018 Imkerverein Bad Camberg